Die Berücksichtigung von ESG-Kriterien ist in Aktienportfolios bereits recht weit verbreitet. In Fixed Income-Portfolios ist dies bisher nicht in vergleichbarer Form der Fall. Da ESG-Faktoren jedoch nachgewiesenermaßen das Potenzial zur Steigerung von Renditen und zur Minderung des Abwärtsrisikos besitzen, sollten sie unserer Ansicht nach unbedingt zum Instrumentarium versierter Anleihekäufer gehören, um die Portfolioperformance zu optimieren.
Die Volatilitätsrisikoprämie hat sich als ausgewiesen stabil erwiesen. Zahlreiche Investoren und Anbieter drängt es in den Markt. Im Schatten dieser Entwicklung ergeben sich jedoch fundamentale Marktveränderungen, die Investoren im Auge behalten sollten.
Deutsche Versicherungen stehen vor großen Herausforderungen. Die Zinsen fallen und gleichzeitig bestehen Mindestzinsverpflichtungen. Das Problem ist nicht neu, verschärft sich aber zusehends. Denn erstens sind die Zinsen weiter gefallen. Zweitens ist nicht absehbar, dass sie bald wieder deutlich steigen. Und drittens laufen die Anleihen mit hohen Kupons im Bestand nach und nach aus.
Mehr und mehr Geld fließt trotz sinkender Renditeerwartungen in Beteiligungsfonds und liegt dort auf Jahre fest. Darum kann es attraktiver sein, Mitinhaber der Asset-Management-Gesellschaft statt Limited Partner von deren geschlossenen Fonds zu sein. Aktien von gelisteten Private-Equity-Managern sind stark gestiegen. Angetrieben werden die Kurse von steigenden Assets under Management. Dieses Wachstum wird auch künftig gegeben sein.